Guido und ich waren früh genug wach, um den Rest des Lagers zu wecken und Frühstück zur passenden Zeit auf den Tisch zu bringen.
Ich hab mich lieber nochmal zehn Minuten unter die Felle gekuschelt.
Und bin eingeschlafen.
Das nächste, was ich mitbekam war Uwe, der stocksauer war, weil noch kein Essen auf dem Tisch stand, als er mit Emma ankam.
Soviel zu Urlaub…

Nachdem wir den Tag gekickstarted hatten, kam der Veranstalter mit hartgekochten Eiern vorbei, die wir für eine spätere Kinder-Eier-Suche verstecken sollten.
Emma war das Konzept nicht ganz klar und sie schleppte uns die Eier schneller wieder hinterher als wir sie verstecken konnten. Und das auch, wenn sie nicht gesehen hatte, wo wir sie versteckt hatten.
Eins ging dabei zu Bruch, aber zum Glück hatten wir Ersatz.
Es war sehr lustig.
Die Kinder, die später zum Suchen vorbei kamen, brauchten bedeutend mehr Zeit als Emma und drei Anläufe, um alle Eier ausfindig zu machen.
Es ist so ungemein befriedigend, ein so pfiffiges Kind zu haben.

Sonntag war insgesamt ein sehr schöner Tag, die Sonne zeigte sich für lange Zwischenspiele, es war nicht so übel kalt (oder wir hatten uns dran gewöhnt) und Chrissy durfte nach sechs Wochen veganem Fasten (Hut ab!) wieder Milch, Eier und Speck zum Frühstück (wir haben vergessen, den Speck zu braten) und Eintopf mit Wurst zum Abendessen. Es regnete allerdings auch immer wieder in kräftigen Schauern, die das Buddeln von Drainagen zu einer geistigen Möglichkeit machten. Vermutlich hätten wir unsere Kaution für den Platz nicht wiederbekommen, wenn wir den schönen Landesgartenshow-Rasen derart ruiniert hätten.

Der GAU kam vorm Abendessen: Beim Holzhacken zeigte sich eins der Holzstücke unkooperativ und wich Uwes Axthieb hinterrücks aus, was die Axt am Holz abgleiten und den Weg in seinen Fuss nehmen ließ.
Zum Glück war die Axt scharf und der Schnitt nicht allzu tief.
Chrissy legte einen schnellen MacGyver-Verband an, während Alex den Sani holte.
Die Sanitäter waren nur drei Zelte weiter und der RTW schnell angerückt.
Chrissy begleitete Emma und mich zum Krankenhaus und war so lieb auf Emma aufzupassen, während ich Uwe Händchen hielt. Er hatte ganz geschickt alles wichtige verpasst und nur eine Fleischwunde davon getragen, die etwa drei Zentimeter lang und einen halben tief war und sich mit drei Stichen nähen ließ.
Er würde noch einige Wochen Zuhause bleiben und den Fuß hochhalten müssen, und sie entließen ihn mit einem Paar Krücken zurück in die Freiheit.

Nach einer Schale aufgewärmten Abendessen fuhr ich dann mit Emma zurück nach Hause. Uwe konnte nicht Auto fahren und wollte auch nicht mit, er argumentierte, dass es einfacher für ihn im Lager wäre, wo er keine Treppen hoch und runter musste.

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