Feiertage haben so viele Vor- wie Nachteile.
Der Größte Vorteil ist wohl, dass wir an ihnen frei haben, einer der Nachteile ist, dass die meisten anderen Menschen diesen Vorteil auch genießen. Ich muss feststellen wie nervig das ist, als erst die zweite Tanke, die ich anfahre, bereits Brötchen in der Auslage hat. Dabei ist es nach neun Uhr. Aber was will man machen, wenn alle Bäckereien geschlossen haben? Vielleicht nächstes Mal frühzeitig etwas zum Aufbacken im eigenen Ofen besorgen…
Meine und Emmas Geduld hat seine Belohnung: zwar ist unser Frühstück teuer, doch es ist auch noch warm. Vor allem das Schinken-Käse-Croissant schmeckt himmlisch in diesem Zustand.
Mir fällt auf, wie egoistisch ich bin, als ich einen Schluck aus meinem Cappuccino nehme.
Ich fahre eine dritte Tanke an und kaufe einen überteuerten Kaffee für Jan, den ich auf dem Weg zurück nach Bad Iburg einsammeln soll.
Insgesamt war der Morgen recht stressfrei. Wie zu erwarten für den ersten Markt der Saison habe ich das Haus mit einer ganzen Liste nach noch fehlenden Dingen durchkämmt, und die letzten Sachen eingeladen. Grillsaucen standen leider nicht auf der Liste.
Emma war guten Mutes, als ich sie aus dem Bett nahm und ließ sich mit der engelhaften Geduld hin- und herschieben, die nur Kinder, die ihre Eltern wirklich lieben, in solchen Situationen für sie aufzubringen wissen. Die Geduld drohte erst zu enden, als das versprochene Frühstücksbrötchen nicht nach der ersten angefahrenen Tanke auftauchte. Nach Bereinigung diesen kleinen Fopas stand dem Tag nix mehr im Weg.
Die zu erwartende Panik kam auf, als Jan, Emma und ich später aufliefen als geplant, noch kein Frühstück auf dem Tisch stand und der Rest des Lagers bis 13 Uhr aufgebaut sein sollte …nach offizieller Aufbauzeit zumindest.
Wir stellten jedoch fest, dass das inoffizielle Ende des Aufbaus eher im Bereich 17:59 Uhr lag.
Von 18 bis 21 Uhr war der Markt das erste Mal eröffnet, als Schnuppermarkt.
Kein Grund zur Panik also.

Nachdem es in der Nacht von Donnertsag auf Freitag gefrohren hatte, waren Uwe und ich einvernehmlich der Meinung, dass es zu kalt für Emma ist, um nachts im Zelt zu schlafen. Ich erklärte mich bereit, die ersten zwei Nächte nach Hause zu fahren, Uwe sollte die nächsten zwei übernehmen.
Guido ging es an dem Tag nicht so gut und bis zum Abend hatte er Fieber entwickelt. Ich nahm ihn also abends mit nach Hause, und nach einer Nacht auf unserem Sofa ging es ihm viel besser.
Magisches Sofa halt.

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